Welche Waldpolitik braucht es in Zukunft? Das war das Thema des Neujahrsaperos der Schweizer Agrarjournalisten (SAJ), der am Freitag, 14. Januar anlässlich des Internationalen Jahres des Waldes beim Waldwirtschaftsverband in Solothurn stattfand.
Kantonsoberförster Jürg Fröhlicher wehrte sich gegen Bestrebungen aus der Landwirtschaft, den strengen Waldschutz zu lockern, um den Rückgang der Landwirtschaftsflächen zu bremsen. Hans W. Popp, ehemaliger stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, hielt dem entgegen, dass die Bevölkerung der Schweiz jährlich um 100‘000 Personen wachse, was einen enormen Siedlungsdruck verursache. Es müsse verhindert werden, dass die Siedlungsfläche einzig auf Kosten der Landwirtschaftsfläche wachse. Fröhlicher fand, das Ziel für eine zukünftige Politik sei nicht eine Senkung des Waldschutzes, sondern eine Stärkung des Kulturlandschutzes.
Der Verband Waldwirtschaft Schweiz will im Internationalen Jahr des Waldes die breite Bevölkerung auf die vielfältigen Aufgaben des Waldes als Rohstofflieferant, Erholungs- und Lebensraum und als Schutz vor Naturgefahren aufmerksam machen.
Im Schweizer Agrarjournalistenverband sind die Fachjournalistinnen und -journalisten der Land- und Ernährungswirtschaft zusammengeschlossen. Der Verband hat knapp 200 Mitglieder, ist Mitglied im Internationalen Agrarjournalistenverband IFAJ und besteht seit 1957.

